Inhaltsverzeichnis

Handy im Schlafzimmer: Flugmodus richtig nutzen und Strahlung reduzieren

Viele Menschen nutzen ihr Handy im Schlafzimmer als Wecker. Es liegt nachts oft neben dem Bett, auf dem Nachttisch oder wird direkt am Bett geladen. Oft wird dafür einfach der Flugmodus eingeschaltet. Das ist ein sinnvoller erster Schritt – reicht aus elektrobiologischer Sicht aber nicht immer aus.

Entscheidend ist nicht nur, ob das Flugzeug-Symbol aktiv ist. Entscheidend ist, ob Mobilfunk, WLAN und Bluetooth tatsächlich ausgeschaltet sind, ob das Smartphone direkt neben dem Kopf liegt und ob Ladegerät, Ladekabel oder weitere Funkquellen am Schlafplatz eine Rolle spielen.

Wer Handystrahlung reduzieren und das Smartphone nachts möglichst funkarm nutzen möchte, sollte deshalb nicht nur den Flugmodus aktivieren, sondern WLAN und Bluetooth separat prüfen. Besonders im Schlafzimmer lohnt sich dieser Schritt, weil der Körper dort viele Stunden in Ruhe verbringt.

Die einfache MPA-Regel für die Nacht lautet:
Flugmodus einschalten, WLAN ausschalten, Bluetooth ausschalten, Abstand schaffen und das Handy nicht direkt am Bett mit Netzladegerät laden.

Für eine vollständige Einordnung der Schlafplatzsituation ist eine Elektrosmog-Messung am Schlafplatz sinnvoll, wenn nicht nur das Smartphone, sondern auch Ladegerät, WLAN, DECT (Funktelefon), Elektroinstallation und weitere Elektrosmog Ursachen und Quellen geprüft werden sollen. Begriffe wie elektrische Felder, Hochfrequenz oder SAR-Wert werden zusätzlich im MPA Elektrosmog Glossar erklärt.

Handy im Schlafzimmer: Warum der Flugmodus allein nicht reicht

Der Flugmodus reduziert in der Regel die Mobilfunkverbindung. Das Smartphone wählt sich dann nicht mehr ins Mobilfunknetz ein; Telefonie, SMS/MMS und mobile Daten sind normalerweise deaktiviert.

Viele gehen deshalb davon aus, dass das Handy im Flugmodus vollständig funkfrei ist. Genau hier liegt der praktische Fehler: WLAN und Bluetooth können je nach Gerät und Einstellung weiterhin verwendet oder wieder aktiviert werden.

Bei iPhones ist in der Praxis besonders Bluetooth wichtig. Apple beschreibt, dass WLAN oder Bluetooth bei der nächsten Verwendung des Flugmodus aktiviert bleiben können, wenn sie zuvor im Flugmodus wieder eingeschaltet wurden. Bei Android-Geräten, etwa Samsung Galaxy oder Google Pixel, lassen sich Flugmodus, WLAN und Bluetooth häufig direkt über das Schnellmenü kontrollieren. Trotzdem können auch Android-Geräte Einstellungen speichern oder einzelne Funkdienste wieder zulassen.

Der Flugmodus reduziert also die Mobilfunkverbindung, bedeutet aber nicht automatisch, dass das Handy im Schlafzimmer vollständig funkfrei ist. Wer das Smartphone nachts als Wecker behalten möchte, sollte nach dem Aktivieren des Flugmodus immer zusätzlich WLAN und Bluetooth prüfen.

Die einfache Routine lautet:

  • 1

    Flugmodus einschalten.

  • 2

    WLAN ausschalten.

  • 3

    Bluetooth ausschalten.

  • 4

    Gerät mit Abstand zum Bett platzieren.

  • 5

    Nicht direkt am Nachttisch mit Netzladegerät laden.

Handy im Schlafzimmer: iPhone Flugmodus richtig einstellen

Wer ein iPhone nachts möglichst funkarm nutzen möchte, sollte nicht nur im Kontrollzentrum auf das Flugzeug-Symbol tippen. Wichtig ist die bewusste Kontrolle von WLAN und besonders Bluetooth.

Der praktische Unterschied zeigt sich häufig bei Bluetooth: Beim iPhone bleibt Bluetooth im Alltag oft aktiv oder wird nach dem Flugmodus wieder verwendet, etwa für AirPods, Apple Watch, Bluetooth-Lautsprecher, Fitness-Tracker oder Smart-Home-Geräte.

Für die Nacht gilt deshalb die einfache Frage: Mobilfunk aus? WLAN aus? Bluetooth aus?

  • 1

    Flugmodus einschalten.

  • 2

    WLAN separat prüfen und ausschalten.

  • 3

    Bluetooth separat prüfen und ausschalten.

  • 4

    Mobile Daten prüfen, falls kein vollständiger Flugmodus genutzt wird.

  • 5

    iPhone nicht direkt neben dem Kopf platzieren.

  • 6

    Nicht direkt am Bett mit Netzladegerät laden.

Handy im Schlafzimmer: Android und Samsung richtig einstellen

Bei Android und Samsung lässt sich das Smartphone in der Praxis häufig sehr direkt über das Schnellmenü funkarm einstellen: Flugmodus aktivieren, WLAN ausschalten, Bluetooth ausschalten. Oft ist das Gerät damit schneller vollständig funkarm eingestellt als beim iPhone, wo Bluetooth in der Praxis häufiger aktiv bleibt oder bewusst separat ausgeschaltet werden muss.

Trotzdem sollte man sich auch bei Android-Geräten nicht blind auf das Flugmodus-Symbol verlassen. Je nach Hersteller, Android-Version und persönlicher Einstellung kann sich das Verhalten unterscheiden. Deshalb gilt auch hier: Nach dem Aktivieren des Flugmodus immer zusätzlich prüfen, ob WLAN und Bluetooth wirklich aus sind.

Hinweis: Das Schnellmenü ist praktisch, ersetzt aber nicht die bewusste Kontrolle der einzelnen Funkdienste.

  • 1

    Flugmodus aktivieren.

  • 2

    WLAN prüfen und ausschalten.

  • 3

    Bluetooth prüfen und ausschalten.

  • 4

    Mobile Daten deaktivieren, falls kein vollständiger Flugmodus genutzt wird.

  • 5

    Automatische Synchronisation reduzieren, wenn nachts keine Hintergrundaktivität nötig ist.

  • 6

    Smartphone mit Abstand zum Bett platzieren.

Handystrahlung reduzieren: Nicht nur Telefonieren ist relevant

Viele denken bei Handystrahlung zuerst ans Telefonieren. In der Praxis sind aber auch andere Nutzungen relevant.

Ein Handy kann auch dann aktiv sein, wenn es scheinbar unbenutzt auf dem Nachttisch liegt. Je nach Einstellung ruft es Nachrichten ab, synchronisiert Daten, hält WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen oder sucht nach Netzempfang.

Darum geht es bei der elektrobiologischen Optimierung nicht nur um das Gerät selbst. Entscheidend ist die Kombination aus Funkverbindung, Abstand, Nutzungsverhalten, Ladegerät, Ladekabel, Steckdose, Schlafplatzsituation und weiteren Quellen im Raum.

  • Streaming, Videos und Hotspot-Nutzung.

  • Automatische App-Synchronisation und Cloud-Backups.

  • Messenger, Push-Nachrichten und Hintergrunddaten.

  • WLAN- und Bluetooth-Verbindungen.

  • Schlechter Empfang oder Suche nach bekannten Netzwerken und Geräten.

Handy nachts neben dem Bett: Abstand ist die einfachste Massnahme

Die einfachste Massnahme beim Handy im Schlafzimmer ist Abstand. Ein Smartphone muss nachts nicht direkt neben dem Kopf liegen. Wenn es als Wecker gebraucht wird, kann es weiter entfernt im Raum platziert werden – idealerweise mit aktiviertem Flugmodus sowie ausgeschaltetem WLAN und Bluetooth.

Noch besser ist ein separater Wecker ohne Funkverbindung. Dann kann das Smartphone ausserhalb des Schlafzimmers bleiben oder vollständig ausgeschaltet werden.

Diese Massnahmen sind einfach, kosten wenig und reduzieren unnötige Funknähe am Schlafplatz.

  • Nicht unter das Kissen legen.

  • Nicht direkt neben den Kopf legen.

  • Nicht am Körper tragen.

  • Nicht auf dem Nachttisch direkt neben dem Bett laden.

  • Besser: mehrere Meter Abstand oder ausserhalb des Schlafzimmers platzieren.

Handy nachts laden am Bett: Ladegeräte können starke elektrische Felder erzeugen

Viele achten beim Handy im Schlafzimmer zuerst auf Mobilfunk, WLAN und Bluetooth. Aus elektrobiologischer Sicht ist das richtig – aber nicht vollständig. Gerade am Schlafplatz spielen auch niederfrequente elektrische Wechselfelder eine wichtige Rolle.

In der praktischen Messarbeit zeigt sich immer wieder: Ladegeräte, Netzteile und Ladekabel am Nachttisch können je nach Gerät, Kabel, Steckdose, Abstand und Rauminstallation elektrische Wechselfelder von mehreren hundert Volt pro Meter erzeugen.

Deshalb ist ein Smartphone im Flugmodus nicht automatisch elektrobiologisch unproblematisch, wenn es direkt am Bett geladen wird. Zwar kann die Funkaktivität reduziert sein, gleichzeitig können aber Ladegerät, Kabel und Steckdose elektrische Felder in Kopfnähe erzeugen.

Der fachliche Unterschied zeigt sich in der Messung: In unserer praktischen Arbeit messen wir je nach Ladegerät, Abstand, Steckdose und Installation bei Ladegeräten im Kopfbereich teilweise mehrere hundert V/m niederfrequentes elektrisches Wechselfeld. Zum Vergleich: Der elektrobiologische eBio-Richtwert für sensible Schlafbereiche liegt bei 0,1 V/m.

Auch bei aktiver Funkverbindung kann ein Smartphone auf dem Nachttisch relevant sein. In der Praxis sehen wir bei aktiven Smartphones auf dem Nachttisch je nach Verbindung, Empfangssituation und Datenaktivität auch Feldstärken über 5’000 mV/m und in einigen Fällen bis über 9’000 mV/m. Zum Vergleich: Der vorsorgeorientierte eBio-Richtwert für hochfrequente Felder im Schlafbereich liegt bei 40 mV/m; der gesetzliche NISV-Immissionsgrenzwert für Mobilfunk liegt frequenzabhängig im Bereich mehrerer tausend mV/m, häufig vereinfacht mit rund 6’000 mV/m angegeben.

  • Smartphone nachts nicht direkt am Nachttisch laden.

  • Ladegerät und Ladekabel nicht in Kopfnähe betreiben.

  • Smartphone besser ausserhalb des Schlafbereichs laden.

  • Wenn das Handy als Wecker gebraucht wird: vor dem Schlafen laden, danach im Flugmodus mit WLAN und Bluetooth aus verwenden.

  • Alternativ: Powerbank nutzen, wenn das Gerät unbedingt in der Nähe bleiben muss.

  • Elektrische Felder im Schlafzimmer zusätzlich über die Elektroinstallation prüfen lassen.

  • Bei Bedarf einen MPA Netzfreischalter einsetzen, um elektrische Felder im Schlafbereich gezielt zu reduzieren.

Eine Powerbank kann in der Praxis sinnvoll sein, weil sie nicht direkt am 230-Volt-Stromnetz hängt. Trotzdem gilt auch hier: Abstand ist sinnvoll. Das Gerät sollte nicht unter dem Kissen, nicht direkt am Kopf und nicht unmittelbar am Körper liegen.

Besonders konsequent ist die Kombination aus funkarm eingestelltem Smartphone, kein Netzladegerät am Bett, Abstand zum Schlafplatz und – wenn die Elektroinstallation dafür geeignet ist – einem MPA Netzfreischalter. So lassen sich nicht nur Funkverbindungen reduzieren, sondern auch elektrische Wechselfelder im Schlafbereich gezielt minimieren.

Handy im Schlafzimmer: Bluetooth, AirPods und Smartwatch prüfen

Bluetooth wird häufig vergessen. Viele Geräte sind dauerhaft gekoppelt oder suchen regelmässig nach Verbindung.

Wer den Flugmodus am Smartphone einschaltet, Bluetooth aber aktiv lässt, reduziert zwar die Mobilfunkverbindung, beendet aber nicht alle Funkquellen.

Dazu kommt: AirPods, Smartwatches, Fitness-Tracker und ähnliche Geräte können je nach Modell, Ladezustand und Einstellung weiterhin aktiv bleiben, Verbindungen suchen oder Statussignale senden.

Für die Nacht gilt deshalb: Bluetooth-Kopfhörer nicht im Ohr behalten, Smartwatch-Verbindungen bewusst prüfen und Bluetooth ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Geräte, die sich nicht zuverlässig deaktivieren lassen, sollten nicht direkt neben dem Kopf, nicht unter dem Kissen und nicht am Körper liegen.

Ein einfacher MPA-Praxistipp: Abstand schaffen. Legen Sie AirPods, Smartwatch oder Fitness-Tracker nachts nicht auf den Nachttisch direkt neben dem Bett, sondern weiter entfernt im Raum. Kleine Funkgeräte, die sich nicht zuverlässig ausschalten lassen, können bei Nichtgebrauch in eine geschlossene Metalldose gelegt werden. Das ersetzt keine fachgerechte Messung, kann aber als pragmatische Sofortmassnahme helfen.

Weitere praktische Fragen zu iPhone, Android, Powerbank, AirPods, Smartwatch, SAR-Wert und Laden am Bett beantworten wir unten im Bereich Häufig gestellte Fragen / FAQ.

  • AirPods und Bluetooth-Kopfhörer.

  • Apple Watch, Smartwatches und Fitness-Tracker.

  • Bluetooth-Lautsprecher und Auto-Freisprechanlagen.

  • Tastaturen, Mäuse und Smart-Home-Zubehör.

Smart-(W)LAN: Internet nutzen, Funkbelastung reduzieren

Wer WLAN-Strahlung reduzieren möchte und das Handy im Schlafzimmer vor allem für Internet, Musik, Nachrichten oder Smart-Home-Funktionen nutzt, sollte nicht nur den Flugmodus betrachten. Oft ist die bessere Lösung eine bewusst geplante Netzwerkumgebung.

MPA setzt dafür auf das eigene Smart-(W)LAN-Konzept: Wo immer möglich werden stabile kabelgebundene LAN-Verbindungen als Basis genutzt. WLAN wird nur dort eingesetzt wo es wirklich nötig ist und emissionsarm optimiert: sinnvolle Platzierung, reduzierte Sendeleistung, passenden Betriebszeiten und möglichst wenig unnötigem Funkverkehr.

Das Ziel ist nicht Technikverzicht, sondern eine elektrobiologisch sinnvoll geplante Nutzung: Internet dort verfügbar machen, wo es gebraucht wird, und Funkquellen am Schlafplatz möglichst vermeiden.

  • Smartphone nachts nicht als dauerhafte WLAN-Quelle nutzen.

  • WLAN und Bluetooth am Handy ausschalten.

  • Router oder Access Points nicht im Schlafzimmer platzieren.

  • WLAN nachts zeitlich begrenzen oder deaktivieren.

  • Wenn möglich LAN statt WLAN verwenden.

  • Powerline nicht unkritisch als WLAN-Ersatz einsetzen.

  • Bei Neubau oder Umbau Netzwerkdosen und LAN-Struktur früh planen.

Smart-(W)LAN ist besonders sinnvoll, wenn mobile Geräte genutzt werden möchten und dabei eine funkreduzierte oder gar Funkfreie Umgebung und IT Infrastruktur geschafften werden soll. Eine fachgerechte Planung kann helfen, Komfort und stabile Verbindung zu erhalten, ohne Schlafbereiche unnötig mit Funk zu belasten.

Mehr dazu: Smart-(W)LAN und WLAN-Ersatzlösungen.

SAR-Wert beim Handy: nur ein Teil der Betrachtung

Der SAR-Wert beschreibt die spezifische Absorptionsrate und wird in Watt pro Kilogramm angegeben. Er ist ein normierter Vergleichswert für Mobiltelefone, ersetzt aber keine Beurteilung der konkreten Schlafplatzsituation.

Für die Nacht ist meist wichtiger: Sendet das Gerät aktiv? Sind WLAN oder Bluetooth eingeschaltet? Wird das Gerät geladen? Liegt es direkt am Körper oder neben dem Kopf? Welche weiteren Quellen gibt es im Raum?

Ein tiefer SAR-Wert kann bei der Gerätewahl hilfreich sein. Für den Schlafplatz zählt aber vor allem, ob das Smartphone überhaupt sendet, wie nahe es am Körper liegt und ob zusätzlich Ladegerät, WLAN, Bluetooth oder andere Quellen im Schlafzimmer aktiv sind.

Praktische Checkliste: Smartphone nachts funkarm nutzen

Diese Checkliste fasst die wichtigsten Sofortmassnahmen zusammen. Sie ersetzt keine Messung, hilft aber dabei, typische Fehler am Schlafplatz zu vermeiden.

Minimal sinnvoll

  • Flugmodus einschalten.

  • WLAN separat ausschalten.

  • Bluetooth separat ausschalten.

  • Smartphone nicht direkt am Kopf platzieren.

  • Smartphone nicht unter das Kissen legen.

  • Nicht direkt am Nachttisch mit Netzladegerät laden.

  • Mobile Daten ausschalten, wenn kein Flugmodus genutzt wird.

Besser

  • Smartphone ausserhalb des Schlafzimmers platzieren.

  • Separaten Wecker verwenden.

  • Smartphone vor dem Schlafen laden.

  • Falls nötig: Powerbank statt Netzladegerät am Bett verwenden.

  • WLAN-Router nachts ausschalten oder zeitlich steuern.

  • DECT-Telefon und weitere Funkquellen im Schlafzimmer prüfen.

  • Elektrische Felder im Schlafbereich messen lassen.

  • MPA Netzfreischalter prüfen, wenn elektrische Wechselfelder relevant sind.

  • AirPods, Smartwatch und Fitness-Tracker nachts nicht direkt am Bett lagern.

  • Bluetooth-Zubehör bei Nichtgebrauch ausschalten oder mit Abstand platzieren.

  • Kleine Funkgeräte, die sich nicht abschalten lassen, bei Nichtgebrauch in eine geschlossene Metalldose legen.

Bei Unsicherheit

  • Schlafplatz professionell messen lassen.

  • Elektrische, magnetische und hochfrequente Felder gemeinsam prüfen.

  • Smartphone, Ladegerät, WLAN, DECT, Elektroinstallation und externe Funkquellen im Zusammenhang beurteilen.

  • Massnahmen erst nach fachlicher Einordnung planen.

Elektrosmog-Messung im Schlafzimmer: Wann ist sie sinnvoll?

Eine Elektrosmog-Messung im Schlafzimmer ist sinnvoll, wenn Unsicherheit besteht oder wenn Menschen ihren Schlafplatz wegen nicht erholsamem Schlaf, innerer Unruhe oder Schlafproblemen genauer prüfen lassen möchten.

Im Zusammenhang mit Elektrosmog und Gesundheit ist wichtig: MPA stellt daraus keine medizinische Diagnose ab. Eine Messung kann aber zeigen, ob am Schlafplatz messbare elektrische, magnetische oder hochfrequente Felder vorhanden sind und welche Quellen tatsächlich relevant sind.

Das Smartphone ist dabei oft nur eine von mehreren möglichen Quellen. Ebenfalls relevant sein können WLAN-Router, DECT-Telefone, elektrische Leitungen, Netzteile, Ladegeräte, Nachttischlampen, Photovoltaik-Anlagen, Wechselrichter, Smart Meter, externe Mobilfunkquellen oder Nachbarschaftsquellen.

Eine fachgerechte Elektrosmog-Messung ordnet diese Faktoren im Raum-, Nutzungs- und Gebäudekontext ein. Erst dadurch wird klar, welche Massnahmen wirklich sinnvoll, verhältnismässig und technisch umsetzbar sind.

Der Nutzen liegt darin, Vermutungen durch Messwerte zu ersetzen: etwa mehrere hundert V/m elektrische Wechselfelder durch Ladegeräte am Kopfbereich oder hochfrequente Feldstärken von über 5’000 mV/m bei aktiven Smartphones auf dem Nachttisch. Auf dieser Basis lässt sich gezielt entscheiden, ob Abstand, Ausschalten, Powerbank, Netzfreischalter, WLAN-Optimierung oder eine andere Massnahme sinnvoll ist.

Fazit: Flugmodus ja – aber richtig

Beim Handy im Schlafzimmer ist der Flugmodus eine einfache und sinnvolle Massnahme. Er sollte aber nicht blind als vollständig funkfrei verstanden werden.

Wer das Handy im Schlafzimmer elektrobiologisch sinnvoll nutzen möchte, sollte immer prüfen:

Ist Mobilfunk aus? Ist WLAN aus? Ist Bluetooth aus? Liegt das Gerät mit genügend Abstand zum Körper? Wird es unnötig direkt am Bett geladen? Gibt es weitere elektrische oder hochfrequente Quellen am Schlafplatz?

So lässt sich die Funkbelastung durch das Handy im Schlafzimmer – ob iPhone, Android oder Samsung – nachts mit einfachen Schritten deutlich reduzieren. Wer wissen möchte, welche Feldquellen am eigenen Schlafplatz tatsächlich relevant sind, sollte den Elektrosmog am Schlafplatz fachgerecht messen lassen.

Schlafplatz fachlich prüfen lassen

Wenn Sie wissen möchten, welche Feldquellen an Ihrem Schlafplatz tatsächlich relevant sind, prüfen wir die Situation vor Ort. MPA misst elektrische, magnetische und hochfrequente Felder, ordnet die Messwerte fachlich ein und empfiehlt gezielte, verhältnismässige Massnahmen.

Die Elektrosmog-Messung am Schlafplatz prüft nicht nur das Smartphone am Bett, sondern das gesamte Schlafumfeld: elektrische Felder, magnetische Felder, WLAN, Bluetooth, DECT, Ladegeräte, Router, Access Points und die Elektroinstallation. Bei Bedarf planen wir Massnahmen wie Abstand, Netzfreischalter, WLAN-Reduktion oder ein Smart-(W)LAN-Konzept mit kabelgebundenen Alternativen. Einen Überblick über passende Elektrosmog-Lösungen für Privatpersonen finden Sie auf der entsprechenden Leistungsseite.

Häufig gestellte Fragen / FAQ

Der Flugmodus ist sinnvoll, reicht aber nicht immer aus. Beim Handy im Schlafzimmer sollten zusätzlich WLAN und Bluetooth ausgeschaltet, Abstand geschaffen und das Laden direkt am Bett vermieden werden. Entscheidend ist, welche Funkverbindungen und elektrischen Felder am konkreten Schlafplatz tatsächlich vorhanden sind.

Nicht automatisch. Der Flugmodus reduziert in der Regel den Mobilfunk. WLAN und Bluetooth können aber je nach Einstellung weiterhin aktiv sein oder im Flugmodus wieder aktiviert werden. Besonders Bluetooth bleibt beim iPhone in der Praxis häufig aktiv oder wird später wieder verwendet. Prüfen Sie deshalb nach dem Einschalten des Flugmodus separat, ob WLAN und Bluetooth wirklich ausgeschaltet sind.

Aktivieren Sie den Flugmodus und prüfen Sie danach separat WLAN und Bluetooth. Bei Android und Samsung lässt sich das häufig direkt über das Schnellmenü kontrollieren. Je nach Android-Version, Hersteller und Einstellung können einzelne Funkverbindungen aber wieder aktiviert werden oder aktiv bleiben. Zusätzlich sollte das Smartphone mit Abstand zum Bett platziert und nicht direkt am Nachttisch geladen werden.

Aus elektrobiologischer Sicht ist das die einfachste Lösung. Wenn das nicht möglich ist, sollte das Smartphone im Flugmodus sein, WLAN und Bluetooth ausgeschaltet haben und nicht direkt neben dem Kopf liegen. Noch besser ist ein separater Wecker ohne Funkverbindung.

Ja, aber möglichst funkarm. Aktivieren Sie den Flugmodus, prüfen Sie WLAN und Bluetooth separat und legen Sie das Handy nicht direkt neben den Kopf. Wenn möglich, laden Sie das Gerät vor dem Schlafen und nicht direkt am Nachttisch.

Es kann relevant sein, weil Ladegerät, Kabel und Steckdose elektrische Felder verursachen können. In der praktischen Messarbeit können Netzteile und Ladekabel am Nachttisch teilweise sehr hohe elektrische Wechselfelder erzeugen. Deshalb sollte das Smartphone nachts möglichst nicht direkt am Bett mit Netzladegerät geladen werden.

Eine Powerbank kann sinnvoll sein, weil sie nicht direkt am 230-Volt-Stromnetz hängt. Trotzdem sollte auch eine Powerbank mit Abstand zum Körper verwendet werden. Das Handy sollte nicht unter dem Kissen, nicht direkt am Kopf und nicht unmittelbar am Körper liegen.

Für die Praxis ist Ausschalten meist die konsequenteste Lösung. Wer das Smartphone als Wecker braucht, kann den Flugmodus nutzen, sollte aber WLAN und Bluetooth separat ausschalten und das Gerät mit Abstand platzieren.

Je nach Modell und Einstellung können AirPods, Smartwatches, Fitness-Tracker oder ähnliches Bluetooth-Zubehör weiterhin aktiv bleiben, Verbindungen suchen oder Statussignale senden. Deshalb sollten solche Geräte nachts nicht im Ohr, nicht am Körper und nicht direkt neben dem Kopf liegen. Wenn sie sich nicht zuverlässig ausschalten lassen, ist Abstand die einfachste Massnahme. Kleine Geräte können bei Nichtgebrauch auch in eine geschlossene Metalldose gelegt werden.

Smart-(W)LAN bezeichnet bei MPA eine bewusst geplante Netzwerkumgebung: möglichst viel über kabelgebundenes LAN, WLAN nur dort und dann, wo es wirklich nötig ist. Ziel ist eine stabile Internetnutzung mit möglichst wenig unnötiger Funkbelastung, besonders in Schlaf- und Ruhebereichen.

Aus elektrobiologischer Sicht ist eine kabelgebundene LAN-Verbindung meist die bessere Lösung, weil sie ohne aktive WLAN-Funkverbindung auskommt. Wichtig ist aber eine fachgerechte Planung, insbesondere bei Leitungsführung, Erdung, Power over Ethernet, Access Points und dem Verzicht auf ungeeignete Powerline-Systeme.

Ein tiefer SAR-Wert kann bei der Gerätewahl helfen. Für den Schlafplatz zählt aber auch, ob das Gerät sendet, Daten überträgt, geladen wird, wie nahe es am Körper liegt und welche weiteren Quellen im Raum vorhanden sind.

In der Praxis messen wir je nach Ladegerät, Abstand, Steckdose und Installation bei Ladegeräten im Kopfbereich teilweise mehrere hundert V/m niederfrequentes elektrisches Wechselfeld. Bei aktiven Smartphones auf dem Nachttisch sehen wir je nach Verbindung, Empfangssituation und Datenaktivität auch hochfrequente Feldstärken über 5’000 mV/m und in einigen Fällen bis über 9’000 mV/m. Deshalb empfiehlt MPA nicht nur pauschale Tipps, sondern eine konkrete Messung der Schlafplatzsituation.

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten